Hautkrebs-Behandlung in der Praxisklinik Bayreuth

Hautkrebs

Dr. med. Hausding beantwortet 22 Fragen zur Hautkrebs-Behandlung - von schwarzem und weißem Hautkrebs über Schnittführung und Lappenplastik bis zu Nachsorge, Histologie und Heilungschancen. Konkrete Antworten aus der Praxisklinik in Bayreuth.

  1. 1. Einordnung & Eignung
  2. 2. Diagnose & Methodik
  3. 3. Die Operation
  4. 4. Risiken & Komplikationen
  5. 5. Schmerzen & Nachsorge
  6. 6. Ergebnis & Erwartungen
  7. 7. Leistungsumfang & Erreichbarkeit

Einordnung & Eignung

Welche Hautkrebsbefunde behandeln Sie in Ihrer Praxis?

Dr. med. Hausding: Wir behandeln alle Hautkrebsarten und auch Verdacht auf Hautkrebs.

Oft kommt ein Patient mit einem auffälligen Muttermal, überwiesen vom Hausarzt oder Hautarzt. Wir entfernen den Befund mit einem Sicherheitsabstand und schicken ihn zum Pathologen. Dieser teilt uns mit, ob wir den Befund komplett entfernt haben und um welchen Befund es sich handelt.

Die Behandlung von Hautkrebs ist eine Kassenleistung. Jeder Hauttumor, der entfernt wird, wird zum Pathologen eingeschickt, damit sichergestellt ist, wie der Sicherheitsabstand ist und ob der Befund komplett entfernt wurde.

Was ist der Unterschied zwischen schwarzem und weißem Hautkrebs?

Dr. med. Hausding: Beim schwarzen Hautkrebs - dem malignen Melanom - können wir die Resektion vornehmen, aber oft muss eine weitere Therapie in einem Hautkrebszentrum erfolgen. Den weißen Hautkrebs behandeln wir und schneiden ihn mit einem Sicherheitsabstand heraus.

Beim malignen Melanom kommt es sehr auf die Tiefe und das Stadium an. Je nach Stadium muss die weitere Therapie in enger Absprache mit dem Dermatologen erfolgen.

Den weißen Hautkrebs schneiden wir mit einem Sicherheitsabstand heraus und verschließen die Stelle je nach Lage mit einem lokalen Lappen, um eine Zugentlastung zu erreichen und eine schöne Narbenbildung zu ermöglichen.

Diagnose & Methodik

Wie entscheiden Sie, welche operative Behandlung sinnvoll ist?

Dr. med. Hausding: Das kommt auf die Größe, die Ausbreitung, die Art und die Stelle des Tumors an.

Diese Faktoren bestimmen, ob eine einfache Exzision mit einer kleinen Spindel ausreicht oder ob eine Lappenplastik beziehungsweise eine aufwändigere Rekonstruktion notwendig ist.

Wie planen Sie die Schnittführung und den Verschluss?

Dr. med. Hausding: Jede Planung beginnt bei der Beratung, bei der wir den Hauttumor, seine Größe und Ausbreitung beurteilen.

Wir schauen uns an, ob es bereits Vorbefunde gibt oder ob schon einmal behandelt wurde. Außerdem beurteilen wir die Verschieblichkeit der Haut und die relevanten Strukturen in der Umgebung. Daraus ergibt sich dann die Planung für die Lappenplastik oder Rekonstruktion.

Wann reicht ein direkter Wundverschluss - und wann braucht es eine Lappenplastik?

Dr. med. Hausding: Wenn eine Zugspannung besteht oder der Tumor zu groß ist, um die Wunde direkt zu verschließen, ist eine Lappenplastik notwendig.

Im Gesicht kann ein direkter Verschluss zum Beispiel zu einem Verzug des Auges führen - dann ist eine Lappenplastik die bessere Lösung. Auch im Bereich von Gelenken, bei denen viel Zugspannung herrscht, hat die Lappenplastik den Vorteil, dass die Narben feiner werden und nicht so auseinanderziehen.

Was passiert, wenn nach der Entfernung wenig Gewebe zum Verschluss bleibt?

Dr. med. Hausding: Dann benötigen wir eine Lappenplastik, um Gewebe aus der Umgebung in den Defekt zu bringen und einen spannungsfreien Verschluss zu erreichen.

Warum bevorzugen Sie Lappenplastiken gegenüber Hauttransplantaten?

Dr. med. Hausding: Wir bevorzugen Lappenplastiken, da diese funktionell und ästhetisch schöner sind.

Ein Hauttransplantat wirkt oft wie ausgestanzt. Es ist aber im Einzelfall auch notwendig.

Die Operation

Wie läuft die Behandlung bei Ihnen konkret ab?

Dr. med. Hausding: Es beginnt mit einem Beratungsgespräch, dann folgen OP-Planung, der Eingriff und die Nachkontrolle mit Histologie-Besprechung.

Das Beratungsgespräch erfolgt nach Überweisung vom Hautarzt, Hausarzt oder wenn sich Patienten direkt bei uns melden. Wir schauen uns den Befund an und planen die Operation - ob in lokaler Betäubung oder in Vollnarkose.

Am OP-Tag wird der Befund nochmals kontrolliert und offene Fragen werden vor der Operation beantwortet. Nach der Operation wird ein Wundverband angelegt, der bis zum nächsten Tag belassen werden sollte.

Nach etwa zwei Wochen liegt das histologische Ergebnis vor und es wird besprochen, ob eine Folgeoperation notwendig ist. In den meisten Fällen ist das nicht der Fall.

In welcher Betäubung wird operiert?

Dr. med. Hausding: Das kommt auf die Größe des Befundes an.

Kleine Befunde können in lokaler Betäubung operiert werden. Größere Befunde mit aufwendigen Lappenplastiken und Rekonstruktionen werden in Vollnarkose oder Regionalanästhesie operiert.

Risiken & Komplikationen

Welche Komplikationen können bei einer Hautkrebsoperation auftreten?

Dr. med. Hausding: Es gibt OP-typische Risiken wie Blutung, Nachblutung und Wundheilungsstörungen.

Gerade wenn viel Spannung auf der Wunde ist, kann es zu einer Wundheilungsstörung kommen. Es kann auch vorkommen, dass ein Hautlappen von der Lappenplastik nicht richtig durchblutet ist und die oberflächliche Hautschicht abstirbt. In solchen Fällen granuliert die Wunde meistens von unten nach und es kann damit auch ein ästhetisch gutes Ergebnis erreicht werden.

Welche Patienten haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen?

Dr. med. Hausding: Rauchen führt zu einer Verschlechterung der Wundheilung, ebenso ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus oder Blutgerinnungsstörungen.

Nach jeder Operation ist außerdem auf Sonnenschutz zu achten - für mehrere Wochen bis Monate. Jede Wunde heilt durch UV-Strahlung schlechter. Wer ein ideales Ergebnis möchte, sollte auf Solarium und Sonnenbaden zunächst verzichten oder die Wunde abdecken.

Wie oft kommt es zu Folgeeingriffen - und was sind die typischen Gründe?

Dr. med. Hausding: Der typischste Grund für einen Folgeeingriff ist, dass der Tumor nicht komplett entfernt wurde.

Bei der ersten Resektion, wenn wir noch nicht sicher wissen, ob es ein bösartiger Tumor ist, resezieren wir relativ knapp, um ein schönes ästhetisches Ergebnis zu erreichen. Bei den komplikationsbedingten Folgeeingriffen handelt es sich am ehesten um eine Wundheilungsstörung, die gegebenenfalls nochmals neu vernäht werden muss. Es tritt aber sehr selten auf, dass wir wegen einer Komplikation nochmals operieren müssen.

Was passiert, wenn der Tumor nicht vollständig entfernt wurde?

Dr. med. Hausding: Da gibt es zwei Wege: kontrolliert abwarten oder nochmals operieren.

Die eine Möglichkeit ist, den Befund abzuwarten und zu kontrollieren - entweder bei uns oder beim Hautarzt. Das hängt vom jeweiligen Tumor ab. Die andere Möglichkeit ist, die Wunde beziehungsweise den Tumor erneut auszuschneiden und mit einer erneuten Lappenplastik zu vernähen.

Schmerzen & Nachsorge

Ist die Operation schmerzhaft?

Dr. med. Hausding: Die Operation ist durch die lokale Betäubung nahezu schmerzfrei.

Wenn nach der Operation Schmerzen bestehen, kann ein Schmerzmittel eingenommen werden, welches der Patient gut verträgt.

Wie sieht die Nachsorge konkret aus?

Dr. med. Hausding: Bei den meisten Patienten findet am nächsten Tag ein Kontrolltermin statt. Nach 10 bis 14 Tagen werden die Fäden entfernt.

Bei kleineren Entfernungen kann der Kontrolltermin am nächsten Tag entfallen oder vom Hausarzt durchgeführt werden. Die ersten zwei Wochen bis zum Fadenzug sollte darauf geachtet werden, dass kein Dreck an die Wunde kommt. Nach drei bis vier Tagen kann wieder Wasser an die Wunde kommen. Auf Baden sollte jedoch verzichtet werden.

Wenn die Fadenentfernung bei uns erfolgt, findet dabei auch die Besprechung der Histologie statt.

Wann bin ich wieder arbeitsfähig?

Dr. med. Hausding: Das kommt auf die Größe des Befundes, die Art der Rekonstruktion und der Arbeit an.

Bei kleinen lokalen Entfernungen ist man am nächsten Tag meist wieder arbeitsfähig.

Was genau ist die Histologie?

Dr. med. Hausding: Die Histologie ist der Befund, den uns der Pathologe schickt.

Der Pathologe schaut sich den Befund, den wir herausschneiden, unter dem Mikroskop an. Er entscheidet, was es ist, ob es bösartig oder gutartig ist, ob es komplett entfernt wurde und wie groß der Sicherheitsabstand ist.

Ergebnis & Erwartungen

Was ist beim kosmetischen Ergebnis realistisch erreichbar?

Dr. med. Hausding: Das kommt auf die Größe und die Lage des Befundes an.

Als plastisch-ästhetische Chirurgen versuchen wir, ein ideales kosmetisches Ergebnis zu erreichen, indem wir die Schnittführung anpassen und die typischen kosmetischen Grenzen beachten.

Bin ich nach der Operation geheilt?

Dr. med. Hausding: Beim weißen Hautkrebs kann man bei kompletter Entfernung mit einem Sicherheitsabstand von einer Heilung sprechen. Beim schwarzen Hautkrebs hängt es vom Stadium ab.

Weißer Hautkrebs streut erst sehr spät. Beim malignen Melanom kommt es sehr auf die Tiefe und das Stadium an. Die weitere Therapie muss in enger Absprache mit dem Dermatologen erfolgen.

Warum wird beim schwarzen Hautkrebs mehr Gewebe entfernt?

Dr. med. Hausding: Beim schwarzen Hautkrebs wird generell ein größerer Sicherheitsabstand benötigt, da dieser sich häufiger und schnell im umliegenden Gewebe ausbreiten kann.

Dieser Sicherheitsabstand wird durch die Leitlinien vorgegeben. Dadurch entsteht ein größerer Defekt, der meistens mit einer lokalen Lappenplastik gedeckt werden muss - und somit eine größere Narbe.

Leistungsumfang & Erreichbarkeit

Was ist im Behandlungsumfang enthalten?

Dr. med. Hausding: Der Umfang umfasst die Aufklärung, die Beratung, die Operation und die Kontrollen danach.

Bei einem Hautkrebsbefund empfehlen wir die enge dermatologische Anbindung. Die meisten Patienten sind bereits in Kontrollen beim Hautarzt. In bestimmten Fällen schauen wir uns den Befund alle drei Monate an, um gegebenenfalls eine frühzeitige Nachresektion durchzuführen.

Wie sind Sie nach der Operation erreichbar?

Dr. med. Hausding: Wir sind im Rahmen der Öffnungszeiten telefonisch erreichbar.

Bei Fragen kann auch ein Bild per E-Mail geschickt werden.

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